Schachteln

Es gibt verschiedene Arten von Schachteln. Zum Beispiel Schachteln zur Aufbewahrung in allen Formen und Farben, es gibt alte Schachteln (und auch die in allen Formen und Farben), und als Verb kann man Schachteln natürlich auch: dieser Satz ist bestimmt schon ein kleiner Schachtelsatz.

Aber auch Arbeit kann man schachteln. Das ist das, was ich gerade tue.

Längere Wartezeiten zum Waschen, Inkubieren, Lysieren, Zentrifugieren, und was man alles sonst noch so -ieren kann, das alles ist gang und gäbe im normalen Laboralltag. Natürlich kann man sich in diesen längeren Zeiten gemütlich hinsetzen und meditieren, schlafen oder lesen, aber meistens hat man ja nicht nur einen Versuch auf einmal, sondern gleich zwei, drei, vier, fünf… so viele wie man parallel eben hin bekommt. Es ergibt also Sinn Versuche, die nicht an feste Zeitspannen oder Zeitpunkte gebunden sind, zu schachteln.

Schachteln kann hier zu einer wahren Kunstform ausarten. So nach dem Motto: Versuch A hat 30 Minuten Inkubationszeit, da kann ich doch 20 Minuten davon für die nächsten zwei Schritte von Versuch B verwenden, und habe dann noch Zeit die Materialien für Versuch C zusammen zu suchen, und kann noch kurz Versuch D kontrollieren.

So optimal und sinnvoll genutzte Zeit führt natürlich zu kürzeren Arbeitszeiten, weil man viel weniger Zeit damit verbringt auf seine Reagenzien zu warten. Könnte man meinen. Aber das wäre ja zu einfach. In Wahrheit führt das dazu, dass man genauso lange arbeitet, ein paar Schritte mehr schafft, dafür keine Mittagspause macht (die ist meistens auch mit verplant) und ab und zu auch mal einen Knoten im Hirn bekommt^^. Oder zumindest bei mir als Teilzeitperfektionist ist das so. Dafür habe ich schon jetzt – nach nicht einmal ganz zwei Wochen – schon die ersten super Ergebnisse ausgewertet und ein Lob dafür bekommen! Yay, Anerkennung!

Ich grüße hiermit alle gestressten und geschachtelten Labormäuse, ihr wisst vermutlich was ich meine.

Und ich weiß nicht, ob ihr es gemerkt habt: Schachtelsätze mag ich übrigens auch^^.

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Träume

Bis zu meinem 10. Lebensjahr habe ich jedes Jahr an Silvester den gleichen Traum geträumt: Es war Nacht und ich befand mich in einer großen Stadt. Die Straßen und Häuser dieser Stadt waren schön dekoriert mit goldenen Sternen und Lichterketten und Girlanden, feiner Schnee fiel durch die kalte Luft… es war sehr schön. Meine Aufgabe war es einen leuchtenden Luftballon zu fangen, der zwischen den Häusern und über den Straßen davon flog. Aus irgendeinem Grund war es wirklich, wirklich wichtig, dass ich diesen Ballon erreichte. Und jedes Jahr, nachdem ich dem Ballon durch die ganze Stadt nachgejagt war, fand ich mich zum Schluss auf einer Brücke wieder und der Ballon schwebte langsam immer weiter von dem Brückengeländer weg, weiter über die Straße hinaus.

Viele Jahre war das das Ende des Traums. Ich wachte auf, oder wurde geweckt. Und immer fragte ich mich, was wohl passiert wäre, wenn ich noch ein paar Minuten länger hätte schlafen können. Hätte ich den Ballon weiter verfolgt und hätte ich ihn irgendwann erreicht? Das letzte Jahr, in dem ich diesen Traum hatte, habe ich den Traum zu Ende geträumt. Ich stand auf der Brücke und streckte meinen Arm aus so weit ich konnte, doch der Ballon war nicht zu erreichen. Also stellte ich mich auf das Geländer, nahm meinen Mut zusammen (auch wenn ich keine Angst hatte, so kostete dies doch Überwindung) und sprang dem Ballon nach… und fing ihn. The End. Es war nichts bombastisches, nichts übermäßig aufregendes oder spannendes. Ich weiß bis heute nicht, was mir dieser Traum sagen soll. Aber danach hatte ich den Traum nicht mehr.

Träume sind eine wirklich seltsame Angelegenheit.

Auch meine Albträume fingen lange Jahre lang jedes Mal mit der gleichen Szene an: Eine große dunkel creme-farbene Fläche füllte mein gesamtes Blickfeld aus. Nach einer Weile erschien ein einziger schwarzer Punkt auf der sonst makellosen Fläche. Der Punkt bewegte sich ein wenig, aber nur ein wenig. Kurz darauf erschien ein zweiter schwarzer Punkt, der sich leicht bewegte, dann ein weiterer, und noch einer, und noch einer, bis die ganze Fläche fast unter schwarzen, umher wuselnden, schwarzen Punkten verschwand. Der wirkliche Albtraum wurde damit eingeleitet, dass die wuselnden Punkte sich zu einem Teil des Albtraums wandelten.

Einmal wurde das Gewusel zu einer vom flackernden Flammenschein beleuchteten Felswand eines Tunnels. In diesem kreisförmigen Tunnel ohne Ausgang befand sich ein Brennofen in Form einer Walze, der sich langsam vorwärts bewegte, während die Minenarbeiter die Kohle aus dem Gestein schlugen. Mit der Zeit wurde der Walzen-Ofen immer schneller, bis wir Arbeiter nicht mehr entkommen konnten.

Ein anderes Mal wurde das Gewusel zu einem Schwarm Fliegen über einem Gehege in einem sehr tristen, matschigen Zoo. Im Traum war ich mit meiner Schwester und meinem Vater dort, und die Tiere im Gehege waren träge, fette schwarz-weiße Raupen so groß wie Schweine. Sowohl mein Vater als auch meine Schwester waren begeistert und fassten durch das Gitter um die Tiere zu streicheln. Ich dagegen hatte ein mulmiges Gefühl und wollte sie fortziehen. Doch schon nach der ersten Berührung verwandelten sich beide langsam ebenfalls in träge, fette schwarz-weiße Raupen.

In einem anderen Traum beruhigte sich das Gewusel wieder und wurde zu einem klaren Sternenhimmel. Die Nacht war hell und schien auf ein einsames Haus im Wald. In diesem Traum war ich mit zwei Freunden alleine in dem Haus, zusammen mit einem aufrecht gehenden Wolf, der uns jagte. Wir mussten uns verstecken, keinen Mucks von uns geben und uns nicht fressen lassen. Natürlich endete der Traum damit, dass ich eine Tür öffnete und der Wolf dahinter stand. Wenn ich mich heute daran erinnere, dann hat die Geschichte dieses Traums irgendwie Ähnlichkeit mit der Geschichte der drei kleinen Schweinchen.

Es gibt noch viele weitere Träume und Albträume aus meiner Kindheit und Jugend an die ich mich so erinnern kann. Ein Traum, an den ich mich immer wieder gerne erinnere ist der, in dem ich ein kleiner Roboter war. Kein moderner high-tech Roboter, sondern ein kleiner Kasten mit pixeligem Display, Armen mit kleinen Greifzangen, schlichten Beinen mit nur einem Gelenk und einem Propeller auf dem Kopf. Und ich konnte fliegen! Mein Welt war zuerst eine 2D-Welt, wie in einem Jump’n’Run-Spiel: es gab nur links, rechts, oben und unten. Ich weiß nicht mehr, was meine Aufgabe war. Ich weiß nur noch, dass ich wahnsinnig viel Spaß hatte. Und in einem späteren Level dieses Traums wurde meine Welt dann doch noch dreidimensional. Die Aussicht, die ich als kleiner fliegender Roboter hatte, werde ich nie vergessen.

In meinen guten drei Jahren Studium haben wir auch ein paar Vorlesungen zum Thema Schlaf gehört. Über REM- und nicht-REM-Schlaf, Schlafzyklen, beta-, alpha-, theta- und delta-Wellen, den physiologischen und pathologischen Veränderungen beim Schlafen… aber zum Träumen haben wir nur sehr wenig gehört.

Ich weiß, dass es mir gut geht, wenn ich lebhafte und verrückte Träume habe. Ich weiß, dass ich gestresst bin, wenn meine Träume hektisch sind und sich an meinem Alltag orientieren. Ich weiß, dass ich wirklich Schlafmangel habe, wenn ich mich an meine Träume nicht erinnern kann und dafür untertags träume. Deshalb sind Träume etwas, was ich sehr schätze, auch wenn ich den Sinn dahinter nur sehr selten verstehe.

Auch heute noch finde ich meine Träume manchmal so spannend, dass ich sie aufschreiben möchte! Aus diesem Grund schreibe ich diesen Blog-Eintrag^^. Manchmal enthalten Träume so gute Ideen, so wunderbare Konzepte, dass sie den Übergang in die Realität schaffen sollten. Natürlich sind Träume, wenn man sich an sie erinnert, auf einmal nicht mehr so logisch, spannend oder gruselig wie zu dem Zeitpunkt des Träumens. Im Traum kann ich mit hundertprozentiger Sicherheit wissen, dass ich nicht sterbe wenn ich von der Brücke springe, dass die blaue und gelbe Scheibe des Schaufensters aus Schokolade besteht ohne die berührt zu haben, und dass das Lösen dieses Rätsels der Sinn meiner Existenz ist. All dies ergibt rückblickend keinen Sinn mehr: wenn ich von einer hohen Brücke auf eine Straße springe, dann sterbe ich. Woher soll ich wissen, dass eine gelb-blaue Masse aus Schokolade besteht, schließlich ist das nicht besonders naheliegend. Und warum ist genau dieses Rätsel mein Schicksal, wenn ich noch nicht einmal weiß, welchen Beruf ich später einmal haben werde.

Und auch deshalb sind Träume so schön. Sie haben oftmals keinen Anfang und auch kein Ende, und sie brauchen auch keines. Träume sind meistens unkompliziert, zumindest während man den Traum noch träumt, und das ich eine wunderbare Abwechselung zur Realität. Sie ermöglichen Abenteuer, die man sonst nicht erleben könnte, zumindest stelle ich es mir schwer vor ein zweidimensionaler Roboter zu werden. Sie können eine inspirieren, neue verrückte Ideen liefern. Träume zeigen einem (naja, zumindest mir^^) womit man gerade Stress hat, und das ist nicht immer an den Stellen, an denen man den Stress vermutet. Und natürlich können Träume eine einfache, schöne Erfahrung sein, etwas zum Genießen und Entspannen, wie der Roman, für den man am Vorabend keine Zeit mehr hatte.

Traditionen der Weihnachtszeit

Auch wenn man nicht zu Hause wohnt, seine Wohnung nicht weihnachtlich dekoriert, sonntags keine Kerze für den Advent entzündet, keine Weihnachtslieder hört und das Wetter und die Stimmung generell nicht an die Adventszeit erinnern, so gibt es doch ein paar Traditionen, die jedes Jahr zu dieser Zeit wiederkehren. Dazu gehört der Adventskalender von Mama, das Produzieren der Weihnachtsgeschenke und natürlich das Backen von Weihnachts-Gebäck!

Grundsätzlich versuche ich alle meine Geschenke selbst herzustellen: gemalt, gebastelt, fotografiert, aufgenommen und gebacken, alles ist möglich. Das kostet mehr Zeit, aber normalerweise können sich die Geschenke sehen lassen und die Freude auf den Gesichtern der Beschenkten macht die Mühe allemal wert. Für meine Mami habe ich dieses Jahr ein T-Shirt mit einem süßen Minion bemalt, mein Schwesterlein bekommt ein selbst gemaltes Bild auf Leinwand im Stil ihres Lieblingskünstlers, und für Anita gibt es eine Auswahl an selbst zusammen getragenen seltenen Honigsorten und ein Ausmalbuch mit Mandalas. Natürlich kann ich nicht alle Geschenke selbst produzieren; zumindest scheint es mir wenig sinnvoll mir einen Bienenstock zu zulegen, um selbst Honig zu imkern^^. Aber auch in solchen Fällen kann ich mit sorgfältiger Auswahl gute Geschenke aussuchen, die meine Süßen wertschätzen.

Über die Zeit meines Studiums ist die Weihnachtsbäckerei auch zu einer Tradition geworden. Zusammen mit meinen backfreudigen Freundinnen kapern wir eine Küche und backen, backen und backen den ganzen Tag einen ganzen Sturm von Plätzchen zusammen. Dieses Jahr waren wir zu dritt in unserer Küche: Evi, Tina und ich. Von halb 11 Uhr morgens bis sechs Uhr abends wurden Zutaten gewogen, Teig geknetet, Teilchen geformt und verziert und über die verschiedensten Themen geredet. Es hat sehr viel Spaß gemacht.

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Das Ergebnis unserer Back-Aktion in seiner vollen Pracht

Insgesamt sechs verschiedene Sorten Weihnachtsgebäck haben wir gezaubert: Schoko-Nuss-Kipferl, Vanillekipferl, Schoko-Mandel-Schnitten, Mohn-Husarenkrapfen, Schoko-Crunchies und Mandel-Karamell-Plätzchen. Heute Abend konnte ich zwar nichts Süßes mehr sehen, aber ab morgen sind die leckeren Teilchen freigegeben zur Jagd^^.

Eine weitere Weihnachtstradition ist unser Weihnachtsessen. Natürlich fahren wir alle über Weihnachten nach Hause zu unserer Familie, aber bevor wir uns alle für ein paar Wochen verabschieden treffen wir uns, kochen gemeinsam ein Menü und haben einen schönen Tag miteinander. Die Gerichte für dieses Jahr stehen noch zur Debatte, momentan stehen Salat mit Croutons als Vorspeise, Braten aus Wild als Hauptgang und Orangensorbet als Nachspeise hoch im Kurs. Allein bei dem Gedanken läuft mir das Wasser schon im Mund zusammen^^.

Und so schafft es die Weihnachtszeit jedes Jahr wieder die dicke Mauer aus Arbeit und Pflichten zu durchbrechen und ein kleines bisschen fröhliche und feierliche Stimmung in mein Leben zu bringen.

Selbsterfüllende Prophezeiungen

Das ist die Sache mit den selbsterfüllenden Prophezeiungen: man erfüllt sie sich selbst. Und das scheint ganz die Devise zu sein nach der sich meine jetzige Woche entwickelt^^.

Der Grad meiner Beschäftigung hat sich quasi von der totalen freien Selbstplanung in eine totale von extern kommende Verplanung gewandelt, d.h. ich sitze jetzt nicht mehr zu Hause am Schreibtisch und arbeite wann ich möchte (also Nachmittags bis spät in die Nacht), sondern werde jeden Morgen um neun ins Labor einberufen und habe danach Vorlesung bis Abends. Das sind ganz ungünstige Zeiten für meinen Schlafrhythmus. Auch darf ich jetzt nicht mehr arbeiten was ich möchte, sondern werde ganz ausführlich beschäftigt. Jeden Abend mache ich mir Gedanken was ich denn am nächsten Tag zu Essen mit in die Uni mitnehmen soll. Noch eine Prophezeiung, die sich wunderbar erfüllt hat. Oder um meine Laborpartnerin zu zitieren: „wunderbärchen“ (das ist so unglaublich niedlich, dass ich sie fast geflauscht hätte^^).

Zu meinem Master-Studiengang gehört auch eine Vorlesungsreihe ‚Improve your textbook knowledge‘. Hier stellt jede zweite Woche ein Prof ein Thema vor, und in der darauffolgenden Woche präsentieren drei Studenten drei verschiedene Paper zu dem Thema. Eine Prüfung gibt es nicht, aber es herrscht Anwesenheitspflicht und der Vortrag wird benotet. Im Endeffekt sitzen also die meisten Studenten im Hörsaal, schlafen im sitzen und warten, dass die Veranstaltung vorbei ist^^. (Aber gut, das Ganze findet auch am Abend statt, da darf man nach der Arbeit schon müde sein.) Damit ich den Vortrag nicht zu lange aufschiebe und eventuell in Zeitnot komme habe ich mir früh ein für mich interessantes Thema ausgesucht. Dachte ich. Ok, das Thema ist auch sehr interessant, weil Bakterien einfach ein großer Teil unseres Lebens sind (und ca. 3 Kilo unseres Körpergewichts ausmachen) und unseren Metabolismus nicht unerheblich beeinflussen. Die Paper allerdings, die der guteste Prof ausgesucht hatte, waren… nicht ganz so ideal. Von meinem Paper kann ich nur sagen, dass es kurz war (nicht gut, wenn man 20 Minuten etwas darüber erzählen soll), die Graphiken sehr kompliziert waren (nicht gut, wenn man sie alle erklären muss, um auf 20 Minuten Sprechzeit zu kommen), und der Inhalt nicht gerade sinnvoll war (oder zumindest redundant… natürlich können Bakterien über Berührung übertragen werden).

Als meine erste Präsentation auf Englisch war ich von Anfang an nervös. Vollkommen unnötig, man hat im Leben schließlich schon viele Präsentationen gehalten. Aber normalerweise bin ich jemand, der seine Vorträge lieber amüsant und interaktiv gestaltet, anstatt nur vor Publikum zu stehen und zu dozieren. Aber dies sollte ein Vortrag über eine wissenschaftliche Publikation sein. Humor und Subjektivität sind hier mit Vorsicht zu genießen, weil manche Menschen (Profs) der Meinung sind, das habe in der objektiven, ernsten Wissenschaft nichts verloren. Also habe ich mich bemüht mich so sachlich wie möglich zu halten, und gleichzeitig alles so verständlich wie möglich zu erklären, ohne zu viele Fakten aufzulisten. Klingt schwer? War es auch. Für die drei Seiten Text des Papers habe ich gute zwei Tage gebraucht bis ich sie in eine Präsentation umgewandelt hatte. Es war anstrengend, deprimierend und ich wusste, dass dies ein wirklich harter Vortrag werden würde.

Gestern war es dann soweit: Der Tag der Präsentation. Und natürlich ging da das Unglück weiter. Der Hörsaal war abgeschlossen (alle Räumlichkeiten der Lehre sind eigentlich offen, laut der Verwaltung… aber sie sind es nie). Es bringt einem relativ wenig eine halte Stunde früher da zu sein, wenn man nicht in den Sall kann um schon einmal seine IT aufzubauen, sich an die Position vor dem Publikum zu gewöhnen und noch einmal seine Präsentation durchzugehen. Stattdessen sitzt man da, wird unruhig, und baut dann hektisch auf sobald der Raum eine Viertelstunde nach offiziellem Veranstaltungsbeginn endlich geöffnet wird. Man könnte sagen, dass meine Präsentation nicht besonders gut gelaufen ist… Häufige Pausen, Neuanfänge, keine Überleitungen, unverständliche Erklärungen und kein roter Faden. Selten in meinem Leben habe ich einen derart trockenen Mund gehabt. Wirklich nervös war ich dabei eigentlich nicht. Aber meine Konzentration war durch einen langen Tag im Labor und die Hektik direkt vor dem Vortrag einfach dahin.

Und auch hier sehen wir wie erfolgreich selbsterfüllende Prophezeiungen sind. Ich konnte mir nicht vorstellen, dieses Paper gut zu präsentieren. Es war gleichzeitig zu simpel (die gefundenen Ergebnisse) und zu kompliziert (die Graphiken dazu), die Publikation hatte kein Forschungsziel oder einen Forschungsgrund, und von einer Diskussion der Ergebnisse war keine Spur zu sehen. Der Vortrag sollte auf Englisch und wissenschaftlich objektiv sein. Im Nachhinein ist es unglaublich wie viele Steine ich mir selbst in den Weg gelegt habe. Wenn das Paper nicht gut ist, warum dann nicht im Vortrag auf all die Mängel hinweisen? Warum muss Wissenschaft ernst und objektiv sein? Darf denn die Wissensvermittlung nicht auch Spaß machen und die Zuhörer fesseln? Warum habe ich nicht meinem Naturell entsprochen und einfach so präsentiert wie ich es immer tue, mit Ironie und Emotion? Weil ich geglaubt habe, dass es nicht sein darf!

Bevor ich zu dieser Erkenntnis gelangt bin, habe ich mich einen Abend, eine Nacht und einen Morgen lang selbst mit Vorwürfen zerfleischt. (ich hätte es ja besser gekonnt, und ich bin zu blöd für diese Welt, und ich hätte mehr üben sollen… die üblichen Kandidaten eben.) Dann habe ich meine Mutter angerufen, noch ein bisschen mehr geweint, und am Ende ging es mir besser und ich habe beschlossen, ich darf in Zukunft so präsentieren wie ich es will. Klingt doch nach einem Plan, oder?

Trotzdem bin ich ein wenig nervös, wenn ich an meinen nächsten Vortrag denke^^.

Coin and Snow

20.11.2014… lasst die Spiele beginnen!

oder auch nicht.

Nach dem ersten Teil, der die Welt begeisterte, und dem zweiten, der versucht hat den zweiten zu imitieren, läuft nun endlich der dritte Teil der Hunger Games in den deutschen Kinos – Part 1. Als großer Fan der Buchreihe (dazu gibt es auch eine lustige Geschichte^^) war es natürlich meine Pflicht sofort am ersten Tag ins Kino zu gehen. Ich habe mir meine Freunde geschnappt, mit anderen Menschen um eine anständige Platzreservierung gekämpft, dann gebetet dass die Schlange an der Kasse nicht so lange braucht bis die Tickets verfallen, bis ich schließlich in einem bequemen Sessel im Saal Platz nehmen konnte.

Für all diejenigen, die weder Buch noch Film kenne, werde ich so gut es geht alle Spoiler vermeiden^^.

Mein Eindruck von dem Film war: er ist lang. Um das zu erklären, erst einmal Lob vorweg. Wie die anderen beiden Teile war auch Mockingjay (Part 1) eine sehr detailgetreue Wiedergabe der Bücher. Sehr löblich. Ja, ich meine das ernst: wenn man sich nicht an die Vorlage hält, warum dann etwas verfilmen? Der gute Autor (oder hier die gute Autorin) hat sich schließlich (hoffentlich) etwas dabei gedacht, als er das Buch geschrieben hat. Für den dritten Teil bedeutet das ein quasi komplett neues Setting. Statt tristen Districten, dem überschwänglichen und bunten Capitol und den Arenen sind wir nun in einem unterirdischen Bunker – in District 13. Wir verlieren die Extravaganz des Capitols und die Freiheit der Arena (ja, super Wortwahl, ich weiß) und behalten nur das Grau. Graue Wände, graue Overalls, graue Asche, Uniformität. Ganz anders als die Teile davor.

Wenige Charaktere werden neue vorgestellt: Presidentin Coin, die Anführerin von District 13, ihr Sicherheitschef, und ein Kamerateam, das extra aus dem Capitol geflohen ist, um die Propaganda-Spots für die Rebellen zu drehen… Effies Charakter, der so wunderbar aufgesetzt und übertrieben wirkt und gerade deshalb so gut zum Capitol passt, ist hier auf einmal fehl am Platz. Das ist positiv gemeint, schließlich ist Effie niemand, der in die Welt der grauen Overalls passt! Verständlich ist auch Katniss‘ Verhalten. In zwei aufeinanderfolgenden Jahren hat sie mit ansehen müssen, wie Kinder sich gegenseitig umbringen, hat sich zum ersten Mal ernsthaft verliebt, nur um Peeta dann gleich zu verlieren und ihr gesamter District wurde zerstört (Stand Ende des zweiten Teils). Alles Traumata allererster Sahne. Katniss ist – Mangels besserer Worte – emotional, körperlich und geistig ziemlich am Ende. Trotzdem kann man das Bild, dass sie in diesem Film zeichnet, nicht ganz mit ihr vereinbaren. Sie schwankt zwischen Trotz und Zorn und hilflosen Heulkrämpfen, und wirkt dabei so schwach wie nie zuvor.

Es hilft nicht, dass sie von vorne bis hinten manipuliert wird. Plutarch ist nicht umsonst Spielemacher. Er und Presidentin Coin wollen Katniss – den Spotttölpel – als Symbol für ihre Revolution. Dabei ist ihnen Katniss‘ Zustand egal. Jedes Mittel ist ihnen Recht, um die alte Katniss zum Vorschein zu bringen. The revolution comes first!

Womit wie bei meinem Titel-Thema wären: President Snow und Präsidentin Coin. Ehrlich gesagt finde ich beide Namen sehr passend. Präsident Snow  ist leise, subtil, nicht wirklich fassbar und seine Kälte umfasst ganz Panem. Präsidentin Coin ist weder leise noch subtil, eher hart, kalt und real – wie eine Münze. Manipulation ist die Wahl beider Widersacher und doch setzen sie ihre Waffe unterschiedlich ein. Es fällt mir ein wenig schwer den Unterschied qualitativ zu beschreiben… Wie Snow selbst sind auch seine Spielzüge subtil und schwer zu greifen. Er setzt nicht auf Showeffekte: ein kurzer Blick, eine weiße Rose, eine Bemerkung am Rande – das alles genügt, um seine Macht wieder ins Gedächtnis zu rufen. Er regiert mit Güte und Furcht, mit Hoffnung und Grausamkeit, genau wie die Hungerspiele. Coin dagegen ist so gradlinig wie einfach zu durchschauen. Ursache und Wirkung ist ihr Prinzip, wie ein Hammerschlag auf heißes Metall. Sie trägt die Maske der Gerechtigkeit, des rechtmäßigen Zorns, und erhält dadurch ihre Macht. Die Gefühle, die die beiden in mir auslösen, spiegeln dies wieder. Obwohl Snow seit Jahrzehnten 24 Kinder im Jahr in einer Arena abschlachten lässt, dies als Spektakel groß aufzieht, mit Menschen spielt als wären sie Puppen und absolut skrupellos ist, so muss ich ehrlich sagen, dass Snow ein Charakter ist, den ich dennoch nicht verabscheuen kann. (Was nicht heißt, dass ich den Typ besonders mag.) Ganz anders ist es mit Coin. Wenn ich die böseste Person aus dem Panem-Universum wählen müsste, dann wäre Coin meine Wahl. Warum das so ist? Spoilers^^.

Nach meinem langen Monolog über die beiden Präsidenten jetzt zurück zum Film. Meiner Meinung nach hätte man das dritte Buch nicht in zwei Film teilen sollen. Der Anfang eines Buches enthält selten einen Höhepunkt und genau so ist es hier. Der „Part 1“ von Mockingjay plätschert ein wenig vor sich hin, es gibt ein paar wenige Explosionen, viel Drama, und keinen Höhepunkt. So schön und gut es ist ein Buch mit so viel Details wie möglich zu verfilmen – und kein Zweifel an dieser Stelle, die Bilder und Szenen sind toll! -, so sollte man doch nicht aus dem Auge verlieren, dass ein Buch kein Film ist. Das Buch gibt in der ersten Hälfte viel Aufschluss über Katniss, ihre Gefühlswelt, ihre neuen Erkenntnisse über sich und ihre Welt, es erzählt von District 13 und seiner Politik, von den anderen Districten und den Aufständen dort. Kurz gesagt, im Buch wird viel Emotion beschrieben. Dies ist im Film nicht ohne weiteres möglich und meiner Meinung nach in „Part 1“ auch nicht wirklich gelungen, wodurch der Film mehr platt und in die Länge gezogen wirkt.

Was heißt das im Rückschluss? „Part 2“ wird alle Action enthalten. Dadurch entsteht ein seltsamer Abgrund zwischen den beiden Teilen. Das lässt sie dissonant wirken, als würden sie nicht zusammen gehören. Aber gut, der zweite Teil ist noch nicht erschienen. Vielleicht schafft „Part 2“ ja eine gute Brücke damit doch ein Ganzes entstehen kann.

Mein Fazit: Mockingjay „Part 1“ hält meiner Meinung nach nur auf der Handlungsebene was das Buch verspricht, viel Emotion geht verloren. Und obwohl einiges passiert im Film, so wirkt er ohne Höhepunkt doch ein wenig ziellos. Vielleicht hätte man aus dem einen Buch doch nur einen Film machen sollen. Mit den ersten zwei Teilen hat das doch auch wunderbar funktioniert.

Wirklich gar nichts

Ich weiß, ich habe mich schon länger nicht mehr gemeldet. Das liegt nicht daran, dass ich gerade bombastisch viel zu tun habe, nein… im Gegenteil, es passiert einfach nichts! Das macht meinem Blog-Titel alle Ehre^^.

Ich stehe auf, Frühstücke, setze mich ans Telefon für die Akquise für die BCC, ein bisschen Haushalt erledigen, ein kleiner Mittagssnack, und dann geht es weiter mit Paper schreiben (und zwar so lange bis es Zeit fürs Abendessen ist), kochen, essen, noch mehr Paper schreiben, schlafen…

Und das jeden Tag. Ich will mich nicht beschweren! Es ist super sich seinen Tag selbst einrichten zu können, nicht an Arbeitszeiten gebunden zu sein. Und es ist genug freie Zeit übrig, um mich glücklich zu machen. Aber es ist nicht besonders aufregend.

Nun gut, ab Montag nächste Woche ist diese Zeit auch erst einmal vorbei. Montag beginnen meine ersten vier Wochen Praktikum. Geregelter Tagesablauf ich komme. Dann darf ich mir wieder Sorgen um meine Bento-Planung machen, meine Freizeit vermissen, und meine Abende mit all dem verbringen was ich momentan unter Tags erledige. Yay^^.

In diesem Sinne: viele Grüße an alle arbeitenden Menschen!

Warum einfach, wenn es auch schwierig geht

Manchmal habe ich das Gefühl, dass mein Leben das Motto „Warum einfach wenn es auch schwierig geht“ ein bisschen zu ernst nimmt.

Vielleicht erinnert ihr euch, vor ein paar Wochen hatte ich ein Date mit einem netten Menschen aus der Informatik. Seitdem habe ich mich jedes Wochenende für ein paar Stunden mit ihm getroffen und bin eigentlich total begeistert. Wir teilen viele Interessen, sind beide beizeiten alberne Menschen, haben auch einen zumindest kompatiblen Musikgeschmack und verstehen uns super. Es schadet sicher auch nicht, dass er ziemlich gut aussieht.

Und weil ich das Alter von Menschen nur sehr begrenzt gut einschätzen kann habe ich einfach mal gefragt. Mit meiner Schätzung von ca. 28 Jahren lag ich ein bisschen daneben. Aber nur ein kleines bisschen. Der Guteste ist 36 Jahre alt…

Irgendwann in meinen Teenie-Jahren habe ich mir selbst versprochen mir Partner auszusuchen, die sich in meiner Altersgruppe befinden. Ich bezweifle irgendwie, dass er mit einem Altersunterschied von 14 Jahren noch zu meiner Altersgruppe gehört^^.  Der Grund für das Versprechen… ich kann mich nicht mehr wirklich daran erinnern. Vielleicht, weil alle Mädels in meiner Schulklasse einen älteren  Freund haben wollten weil die mehr Geld und ein Auto hatten. Vielleicht, weil ich es falsch fand, dass die älteren Jungs die leicht manipulierbaren jüngeren Mädels aufgerissen und dann liegen gelassen haben. Vielleicht, weil statistisch gesehen Männer nicht so alt werden wie Frauen und deshalb diese Konstellation von älterem Mann zu jüngerer Frau überhaupt keinen Sinn ergibt. Ich weiß es nicht mehr. Vermutlich war es eine Mischung aus allem gepaart mit ein bisschen Verachtung für die sich gegenseitig ausnutzenden Paare.

Inzwischen bin ich kein Teenie mehr und sehe, dass meine Gründe für das Versprechen zum einen nicht mein Problem und zum anderen sozial sowieso nicht änderbar sind. Vermutlich lacht mein Leben gerade über mich, weil das erst jetzt realisiere^^. Schließlich ist das ein klassischer Fall von „Jedem das seine“. Es wird Zeit meine Meinung zu ändern.

Trotzdem lastet der Altersunterschied ein wenig auf mir. Nicht wegen der Jahre per se, sondern wegen der Lebenserfahrung, die damit einher geht. Ich bin einfach jünger und habe weniger erlebt. Ich bin noch in meinem Studium, habe noch nie einen regulären Job gehabt, erst eine einzige Beziehung hinter mir… man könnte sagen, ich bin noch sehr unerfahren. Und natürlich sind er und ich uns ähnlich und wir teilen Interessen, aber was kann ich darüber hinaus bieten?

Vermutlich ist auch diese Frage albern. Irgendetwas wird es schon geben, sonst hätten die Dates nie stattgefunden. Nur was das ist, das würde mich interessieren.

Sex ist es nicht. Über die Berührungen hinaus, die er für die Bondage-Figuren benötigt, fasst er mich nicht an, höchstens ganz leicht um meine Position und Haltung zu korrigieren. Ich verstehe seine Gründe dafür. Aber deshalb bezweifle ich auch stark, dass diese Beziehung jemals eine sexuelle wird.

Bis jetzt ist das in Ordnung. Und während ich Berührungen von Fremden sehr verabscheue so bin ich doch eigentlich ein taktiler Mensch bei engen Freunden und in der Familie. Körperlicher Kontakt zu diesen Personen ist mir wichtig und etwas, dass ich in Abwesenheit sehr vermisse.

Eigentlich ist es von außen betrachtet irgendwie amüsant: Ich hatte noch nie Gelegenheit diesen Teil meines Wesens tatsächlich zu erkunden und zu leben. Dafür wird ein anderer verschlossen, der mir ebenfalls sehr wichtig ist.

Wie gesagt, warum einfach, wenn es auch schwierig geht^^.

Akquise [komma] die

Nach Monaten ohne Neuigkeiten ist es jetzt endlich soweit: Die Planung der BCC kann beginnen.

Ich glaube nicht, dass ich schon einmal über die BCC – BioChemContact – berichtet habe. Das ist eine Firmen-Kontakt-Messe für Life Science Studiengänge, eine Möglichkeit für Studenten sich über Firmen in ihrer Region zu informieren und eine Möglichkeit für die Firmen ihre zukünftigen Arbeitnehmer kennen zu lernen. Veranstaltet wird das ganze von der BtS (Biotechnologische Studenteninitiative). Da die ScieCon nächstes Jahr nicht stattfindet wird die erstmals veranstaltete BCC die einzige Kontaktmesse für Life Sciences im Raum BW sein.

Genug Werbung gemacht^^. Ich bin keiner der Haupt-Organisatoren, sondern ein Teil des Telefon-Akquise-Teams. Wir sind diejenigen, die mit den Firmen Kontakt aufnehmen und sie davon überzeugen einen Messestand bei uns zu betreiben – oder das zumindest versuchen. Morgen beginnt die erste Welle der Akquise, die erste Runde der Anrufe.

Ich habe so etwas noch nie gemacht. Ein kleines bisschen nervös bin ich schon. Es wäre doch peinlich, wenn ich es nicht schaffen würde keine einzige Firma für unser Projekt zu begeistern.

Also hoffe ich, dass die Vorbereitungsseminare etwas gebracht haben und ich total super sein kann^^.

Anime Fall Season

Endlich steht meine Anime-Liste für dieses Quartal! Ich habe ja auch nur drei Wochen dafür gebraucht… Neun Anime sind von meiner ursprünglichen Auswahl übrig geblieben:

  • Grisaia no Kajitsu (Fruit of Grisaia)
  • Gugure! Kokkuri-san
  • Karen Senki
  • Kiseiju: Sei no Kakuritsu (Parasyte)
  • Shigatsu wa Kimi no Uso (Your Lie in April)
  • Terra Formars
  • The Seven Deadly Sins
  • Trinity Seven
  • World Trigger

Zu jedem Anime gibt es eine (sehr) kurze Beschreibung und die Gründe für meine Wahl.

Grisaia no Kajitsu: Fünf Schülerinnen mit mysteriöser und komplizierter Vergangenheit leben in der schönen Mihama Academy. Ihre Routine wird durch die Ankunft eines sechsten, männlichen und  sehr undurchsichtigen Schülers durchbrochen. Was ist sein Grund auf die Mihama Academy zu gehen, und wichtiger: was ist sein Auftrag?
Panties und Mystery, was braucht man mehr?^^

Gugure! Kokkuri-san: Das kleine Mädchen Kohina , die sich für einen Roboter hält, beschwört versehentlich einen Fuchsgeist (Kokkuri-san) in Form eines jungen Manns. Der Fuchsgeist beschließt fortan Kohina heimzusuchen, da diese allein lebt und sich nur von Instant-Ramen ernährt.
Lustig und gleichzeitig doch irgendwie berührend. Und warum lebt Kohina alleine?

Karen Senki: Der Krieg gegen die Maschinen scheint verloren. Karen, die ihre kleine Schwester an die Maschinen verloren hat, will die Maschinen vernichten. Doch nicht alle Menschen wollen dasselbe.
Interessant animiert, die Folgen dauern nur 10 Minuten, ich will wissen was mit der kleinen Schwester passiert ist, und natürlich Intrigen^^.

Kiseiju: Eines Tages befallen Wurm-artige Aliens (Parasytes) die Erde, die die Gehirne ihrer Opfer übernehmen und Menschen fressen. Ein Parasyte (später Migi genannt) versucht den Jungen Izumi Shinichi zu übernehmen, was dieser verhindert. Migi hat jedoch fortan die Kontrolle über Izumis rechten Arm, und die beiden kooperieren um angreifende Parasytes zu bekämpfen.
Mich interessiert vor allem, wie Migi und Izumi lernen miteinander auszukommen, und ein Horror-Anime pro Season darf schon dabei sein.

Shigatsu wa Kimi no Uso: Seit seine Lehrerin und Mutter verstorben ist kann das junge Piano-Genie Arima Kosei den Klang seines eigenen Klaviers nicht mehr hören. Sein tristes Leben ändert sich, als er die junge und unkonventionelle Violinistin Miyazono Kaori kennenlernt.
Ein Musik-Anime! Und ich mag verspreche mir Romance, Drama und fluff.

Terra Formars: Um den Mars bewohnbar zu machen, sandte man zwei widerstandsfähige Lebensformen auf dessen Oberfläche: Kakerlaken und Schimmelpilze. Jahrhunderte später wird die Crew des ersten bemannten Schiffs zum Mars abgeschlachtet, aber nicht ohne vorher noch zu berichten, dass die Kakerlaken zu superstarken humanoiden Monstern – Terra Formars – mutiert sind. Eine zweie Truppe aus modifizierten Soldaten wird zum Mars geschickt, um die Terra Formars zu vernichten.
Ok, ich gebe es zu, noch ein bisschen Horror, aber das hier ist Sci-Fi und eher Action als denn philosophisch. Da muss man weniger denken^^.

The Seven Deadly Sins: So nennt sich eine Gruppe von Rittern, die vor 10 Jahren die Holy Knight, die Beschützer der Krone von Britannia, vernichtet haben und seitdem gesucht werden. Doch als die Holy Knight den König töten und die Regierung übernehmen macht sich die Prinzessin auf die Seven Deadly Sins zu finden und sie um Hilfe zu bitten.
Albern und lustig, das war mein erster Eindruck. Die Seven Deadly Sins haben ihre Eigentheiten, es gibt sprechende Schweine und die Prinzessin ist sehr naiv… sagt das nicht alles?^^

Trinity Seven: Nachdem die Schwarze Sonne seine Stadt zerstört hat, kreiert Kasuga Arata unbewusst mit Hilfe eines Grimoires, eines magischen Buchs, ein Abbild der kleinen Stadt, woraufhin eine Magierin ihn vor eine Wahl stellt: sterben oder ihr das Grimoir überlassen.  Um seine Kindheitsfreundin, die mit der Stadt vernichtet wurde, zu retten entscheidet sich Kasuga stattdessen dafür, das Grimoire zu behalten und Magie zu erlernen. Und wie erlernt man am schnellsten Magie? Natürlich indem man die sieben besten Magierinnen der Schule, die Trinity Seven, beobachtet.
Auch hier steht sicher Humor im Vordergrund, aber ein kleines bisschen Mystery ist beigemengt (eine der Trinity Seven gleicht der Kindheitsfreundin aufs Haar) und ein leichter Touch von Harem^^.

World Trigger: Ein Portal in eine andere Dimension öffnete sich spontan in Mikado City und nahezu unbesiegbare Kreaturen (Neighbors genannt) kommen durch es in unsere Welt. Um die Neighbors zu studieren und zu bekämpfen wurde die Organisation BORDER gegründet. Hauptcharaktere sind Osamu Mikumo, ein Schüler und BORDER Agent, und Yuuma Kuga, ein humanoider Neighbor, der von seinem verstorbenen Vater nach Japan geschickt wurde.
Neben Action reizt mich auch hier die komplizierte Beziehung zwischen den beiden Hauptcharakteren. Und natürlich gibt es Mystery-Elemente: Was wollen die Neighbors und warum ist Kuga in Japan?

Natürlich sind auch wieder alte Bekannte dabei: Psycho-Pass (zweite Staffel), Legend of Korra (vierte Staffel) und Selector Spread WIXOSS (und noch eine zweite Staffel). Zu diesen muss ich nichts mehr sagen, oder?^^

Ich bin auf jeden Fall gespannt, ob die neuen Anime auch das beinhalten, was ich mir von ihnen verspreche. Zu Beginn der Winter Season werde ich dazu ein Update geben.

Mein erster Titel

Ich habe jetzt ganz offiziell meinen ersten akademischen Titel: Bachelor of Science.

Die Bewertungen meiner Bachelorarbeit sind endlich eingereicht und in meinen Notenspiegel eingetragen worden. Für die Arbeit habe ich eine glatte 1,0 bekommen, und damit ist meine Durchschnittsnote für den Bachelor bei der wunderbaren Note 2,0 gelandet. Das ist zwar kein Highlight am Notenhimmel, aber ich freue mich sehr und damit gerechnet habe ich auch nicht!

Und ja, ich weiß, dass ein Bachelor noch nicht besonders viel wert ist, aber es ist ein Anfang. Am Master arbeite ich ja schon^^.